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Sömmerda: Stadtgeschichte und Wege in der Finne

Unterkünfte in Sömmerda

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Sömmerda verbindet anschauliche Stadtgeschichte mit Ausflügen zu Mühlen, archäologischen Spuren und Wegen in der Finne. Wer sich für historische Orte interessiert, findet in der Stadt mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte: vom Erfurter Tor und der Stadtmauer über die Industriegeschichte bis zum Garten am Dreyse-Haus. In der weiteren Region ergänzen Wander- und Radrouten das Programm. So lässt sich der Aufenthalt nach eigenem Interesse zwischen Kultur und Bewegung gestalten.

Sömmerda, Marktplatz, Rathaus Sömmerda, Marktplatz, Rathaus Foto: Tilman2007 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Stadtgeschichte an Tor, Mauer und Museum

Das denkmalgeschützte Erfurter Tor wurde nach chronikalischer Überlieferung 1395 als Stadteingang zur bestehenden Ortsbefestigung errichtet. Es war eines der ersten von fünf Stadttoren der ab 1589 ausgebauten Stadtmauer. Diese ist dank kontinuierlicher Restaurierungen und Sanierungen gut erhalten. Wer die Entwicklung der Befestigung näher kennenlernen möchte, kann sich bei der Tourist-Information Sömmerda nach individuellen Rundgängen mit Gästeführern erkundigen; sie führen entlang der Stadtmauer und vorbei an Orten und Sehenswürdigkeiten der Stadt.

Einen anderen historischen Schwerpunkt setzt das Historisch-Technische Museum. Seine Ausstellung verfolgt die 200-jährige industrielle Entwicklung Sömmerdas: von der Gründung der Dreyseschen Gewehrfabrik über Produktionsstandorte von Rheinmetall bis zum Büromaschinenwerk in der ehemaligen DDR. Am Dreyse-Haus liegt außerdem ein Garten im Biedermeierstil mit rund 140 historischen und englischen Rosen. Der Stadtpark eröffnet eine weitere Perspektive auf die Stadt: Er wurde als öffentlicher Stadtgarten angelegt und zu Pfingsten 1903 eröffnet.

Mühlenkultur und Spuren früher Besiedlung

Im Sömmerdaer Ortsteil Rohrborn befindet sich eine Waidmühle, die in ihren ursprünglichen Zustand versetzt wurde. Beim jährlichen Mühlentag am Pfingstmontag und beim Waidmühlenfest im August wird dort wie früher Waid gemahlen; zugleich wird über die alte Tradition informiert. Diese Termine verbinden einen Besuch mit der Vermittlung eines historischen Handwerks. Prüfen Sie vor Ihrer Planung die konkreten Veranstaltungstermine.

Eine weit ältere Geschichte führt zur Steinrinne Bilzingsleben, einem ehemaligen Travertinsteinbruch im Landkreis Sömmerda. Dort befand sich vor etwa 370.000 Jahren ein Lagerplatz des Homo erectus bilzingslebenensis. In Leubingen wiederum verbindet der Zeitreiseweg die Rastanlage „Leubinger Fürstenhügel“ an der A 71 mit dem Fürstenhügel. Ausstellung und Stationen vermitteln historische, archäologische und geografische Zusammenhänge. Beide Ziele setzen unterschiedliche Akzente: hier ein archäologischer Fundort, dort ein Weg mit erläuternden Stationen.

Wander- und Radrouten in der Region

Der 91,7 Kilometer lange Finnewanderweg ist ein Fernwanderweg in Mitteldeutschland. Ein Teilstück kann im Gebiet von Rastenberg auch als Rundwanderweg begangen werden. Dort beginnen außerdem eigene Rundwege, ein geologischer Lehrpfad und Radrouten am Rathaus oder am Waldschwimmbad; sie liegen im Landschaftsschutzgebiet der Finne. Das seit 1925 bestehende Waldschwimmbad verfügt über fast 5.000 Quadratmeter Wasserfläche, historische Umkleidekabinen und eine Wandelhalle.

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Auch für Radtouren gibt es verschiedene regionale Linien: Der Finnebahn-Radweg nutzt die ehemalige Bahntrasse und führt zwischen Kölleda und Rastenberg entlang von Bachauen am Nordrand des Thüringer Beckens. Der Laura-Radweg verbindet den Ilmtal-Radweg in Weimar mit dem Unstrut-Radweg bei Schallenburg in Sömmerda. Am 66 Hektar großen Alperstedter See ist das Fern- und Regionalradwegenetz Mittelthüringens angebunden; als Ausflugsziele werden unter anderem Erfurt, Sömmerda und Weimar genannt. Der See bietet Möglichkeiten zum Campen, Baden, Segeln, Surfen, Paddeln, Entspannen und Speisen.

Anreise und passende Übernachtungsbasis

Sömmerda ist über die B 85 zwischen Weimar und Bad Frankenhausen, die B 176 zwischen Bad Langensalza und Naumburg sowie die A 71 zwischen Erfurt und Sangerhausen mit dem regionalen und überregionalen Verkehrsnetz verbunden. Die Anschlussstellen heißen „Sömmerda-Süd“ und „Sömmerda-Ost“. Regionalbahnverbindungen bestehen zwischen Erfurt und Sangerhausen sowie zwischen Straußfurt und Großheringen; außerdem gibt es zahlreiche Busverbindungen in die Nachbarorte. Für die konkrete Tagesplanung lohnt ein Blick auf die aktuellen Fahrpläne.

Liegt Ihr Schwerpunkt auf Erfurter Tor, Stadtmauer, Museum und Stadtpark, können Sie gezielt nach einem Hotel in Sömmerda suchen. Wenn Sie mehrere Orte und Routen einbeziehen möchten, vergleichen Sie die Übernachtungsorte mit Blick auf Ihre geplanten Besuche und Verbindungen. Wochenmärkte in Sömmerda bieten regionale Lebensmittel wie Obst und Gemüse, Wurstwaren, Fisch, Backwaren und Käse; diese Produkte haben häufig Bioqualität. Prüfen Sie die Markttage bei der Planung, damit der Besuch zu Ihrem Aufenthalt passt.

Weitere Ortsseiten

Weitere Orte der Region: Kölleda, Sömmerda, Bilzingsleben, Beichlingen, Guthmannshausen, Kannawurf, Gebesee, Markvippach, Rastenberg, Elxleben an der Gera, Großrudestedt, Buttstädt, Straußfurt, Kindelbrück, Weißensee und Henschleben.

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