Elxleben entdecken
Unterkünfte in Elxleben an der Gera
Für einen Aufenthalt in Elxleben bieten der Gera-Radweg und die denkmalgeschützte Ofenanlage Kalkmühle zwei konkrete Anknüpfungspunkte: Radfahren und die Geschichte der regionalen Gipsverarbeitung. Im übergeordneten Reiseziel Elxleben kommt mit St. Peter und Paul ein eigenständiger Bezug zu Kirchenbau und Orgelgeschichte hinzu. Wenn Sie eine Unterkunft suchen, können Sie zunächst abwägen, ob Ihre Tage vor allem vom Radfahren, einem kulturhistorischen Abstecher oder kirchlicher Bau- und Musikgeschichte geprägt sein sollen.
Radfahren und die Kalkmühle
Der Gera-Radweg führt in Elxleben nach Norden an der Kirche vorbei und verläuft ab Elxleben auf einem straßenbegleitenden Radweg in Richtung Walschleben. Die Gemeinde Elxleben liegt direkt an dem 75 Kilometer langen Gera-Radweg. Für eine konkrete Fahrt lohnt es sich, die Wegesituation aktuell zu prüfen, denn Wegbedingungen können sich ändern.
Am Radring Erfurt empfiehlt sich in Elxleben ein Abstecher zur denkmalgeschützten Ofenanlage Kalkmühle. Die Anlage zeugt von der Verarbeitung von Gips in der Region; der Werkstoff wurde unter anderem für Stuckfassaden und -decken verwendet. So lässt sich der Blick von der Verarbeitung des Materials auf einen seiner baulichen Verwendungszwecke richten. Für Kulturinteressierte verbindet sich hier eine technische Anlage mit einem Thema der Baugeschichte.
Kultur im übergeordneten Reiseziel Elxleben
Im übergeordneten Reiseziel Elxleben ist St. Peter und Paul eine zwischen 1722 und 1725 erbaute barocke Saalkirche. Eine Saalkirche ist durch einen zusammenhängenden Hauptraum geprägt; der Begriff beschreibt die Raumform, während barock den Stil benennt. So lassen sich Gebäudetyp und künstlerische Einordnung getrennt betrachten.
Der 44 Meter hohe Westturm wurde 1777 angebaut, also nach der Bauzeit der Kirche. An der Südseite des Langhauses ist eine Sonnenuhr angebracht. Im Inneren verlaufen zweigeschossige, umlaufende Emporen. Diese Details führen vom äußeren Baukörper zur Gliederung des Innenraums: Der Turm markiert die Westseite, die Sonnenuhr befindet sich an der Südseite des Langhauses, und die Emporen prägen den Kirchenraum in zwei Ebenen.
Die historisch wertvolle Volckland-Orgel stammt aus dem Jahr 1751. Sie besitzt 27 Register auf zwei Manualen und Pedal. Neben dem Alter geben diese Angaben einen konkreten Eindruck von der Ausstattung des Instruments: Die Registerzahl und die Spielanlage ergänzen die zeitliche Einordnung um technische Details. So kommt zur Baugeschichte ein eigener Bezug zur Orgelgeschichte hinzu.
Eine um 1200 geschnitzte romanische Christusfigur aus St. Peter und Paul ist im Thüringer Museum Eisenach zu sehen. Ihre Entstehungszeit reicht deutlich weiter zurück als die barocke Kirche und die Orgel von 1751. Als zeitlicher Vergleich reicht der Bogen damit von der romanischen Figur bis zu den kirchlichen Bau- und Ausstattungsmerkmalen des 18. Jahrhunderts; die Figur selbst ist im Museum Eisenach zu sehen.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Sömmerda.