Kölleda – Pfefferminzstadt mit Geschichte
Unterkünfte in Kölleda
Kölleda verbindet die Geschichte des Kräuteranbaus mit einem Stadtbild, das von der Stadtkirche St. Wiperti, dem Markt und dem Rathaus geprägt wird. Als „Pfefferminzstadt“ ist der Ort weit über die Region hinaus bekannt. Für Ihre Reise können Sie so zwischen Kräutertradition, Stadtgeschichte und Technikgeschichte unterschiedliche kulturelle Schwerpunkte setzen.
Kräutertradition und Stadtgeschichte
Kölleda blickt auf eine lange Tradition des Kräuteranbaus und der Kräuterverarbeitung zurück. Diese Prägung zeigt sich besonders anschaulich im historischen Museumsgarten des Heimatmuseums: Er ist im Stil der Zeit um 1800 angelegt. Dort wachsen zahlreiche Heil- und Gewürzkräuter, historische Gemüsearten und alte Rosen. Der Garten verbindet damit die örtliche Kräutergeschichte mit einem konkreten Eindruck davon, welche Pflanzen in dieser Tradition eine Rolle spielen.
An den Museumsgarten grenzt eine Streuobstwiese, die für verschiedene Veranstaltungen genutzt wird. Wenn eine Veranstaltung Ihren Aufenthalt bestimmen soll, prüfen Sie die aktuellen Angaben dazu. Der Garten und die Wiese bilden einen anderen Zugang zur Ortsgeschichte als die Sammlungen im Museum: Hier stehen Pflanzen und Gartengestaltung im Mittelpunkt, andernorts historische Gegenstände und technische Entwicklungen.
Zwei Museen, unterschiedliche Themen
Das Heimatmuseum Kölleda befindet sich im ehemaligen Buchdruckerhaus. Zu sehen ist dort unter anderem eine historische Ofenplattensammlung. Das Funkwerkmuseum setzt einen eigenen Schwerpunkt: Es dokumentiert die Geschichte des VEB Funkwerk Kölleda, von den Anfängen als Neutro-Werk im Jahr 1945 bis zu seiner Aufgliederung. So begegnen Ihnen in Kölleda sowohl eine Sammlung mit historischem Alltags- und Handwerksbezug als auch ein Blick auf die Entwicklung eines Industriebetriebs.
Im Funkwerkmuseum reicht das technische Thema von der Rechenmaschine bis zum modernen Computer. Zu sehen sind Fotoapparate, Schreibmaschinen, Telefone und Rundfunkgeräte aus mehreren Jahrzehnten. Auch die Geschichte des Rundfunks gehört dazu: Die Ausstellung zeigt die technische Entwicklung vom Detektorempfänger bis zur Hi-Fi-Anlage. Unter anderem sind Pausenzeichen verschiedener Rundfunkstationen zu hören. Wer sich für Technik interessiert, kann diese Exponate neben der Unternehmensgeschichte betrachten; wer den Schwerpunkt lieber auf ältere Sammlungen legt, findet im Heimatmuseum die Ofenplattensammlung.
Markt, Wege und Reiseplanung
Der Wochenmarkt findet regelmäßig donnerstags am Rathaus statt. Er lässt sich als eigener Anlaufpunkt in die Stadtplanung aufnehmen; prüfen Sie vor Ihrer Reise die aktuellen Marktangaben. Der Markt gehört zugleich zu dem Ensemble aus Rathaus und Stadtkirche St. Wiperti, das das Stadtbild prägt. So können Sie beim Orientieren durch Kölleda einen konkreten Ortstermin mit dem Blick auf die charakteristischen Elemente der Stadt verbinden.
Kölleda ist mit der RB 27 der Erfurter Bahn, der Pfefferminzbahn, erreichbar. Da Fahrpläne sich ändern können, prüfen Sie die Verbindung vor Reiseantritt. Für die Wahl Ihrer Unterkunft ist es hilfreich, zunächst den gewünschten Schwerpunkt festzulegen: Kräuter und Gartengeschichte, die Sammlungen des Heimatmuseums oder die Technik- und Rundfunkgeschichte des Funkwerkmuseums. Diese Schwerpunkte können Ihnen bei der Wahl Ihrer Unterkunft Orientierung geben, ohne dass daraus ein festes Programm für Ihren Aufenthalt folgen muss.
Ergänzende Kultur im Reiseziel Sömmerda
Wenn Sie Ihren Blick über Kölleda hinaus richten möchten, bietet auch die Stadt Sömmerda eigene historische Themen. Dort wurde der Stadtpark als öffentlicher Stadtgarten angelegt und zu Pfingsten 1903 eröffnet. Das Historisch-Technische Museum in Sömmerda präsentiert die 200-jährige industrielle Entwicklung der Stadt: von der Gründung der Dreyseschen Gewehrfabrik über die Produktionsstandorte von Rheinmetall bis zum Büromaschinenwerk in der ehemaligen DDR. Diese Orte und Geschichten gehören zu Sömmerda, nicht zu Kölleda. So lassen sich die Technikthemen der beiden Städte klar unterscheiden: In Kölleda steht unter anderem das Funkwerk im Mittelpunkt, in Sömmerda eine längere industrielle Entwicklung mit mehreren Stationen.
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