Möhrenbach – Wege und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Möhrenbach
Möhrenbach verbindet ruhige Umgebung und ganzjährig nutzbare Wege mit einer Ortsgeschichte, die an Teichen, Häusern und Erinnerungsorten sichtbar wird. Leichte Wanderrouten und ebene Fahrradstrecken bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Umgebung zu erleben. Dazu kommen historische Spuren im Ort und Ausflugsziele im übergeordneten Reiseziel Ilmenau. So können Sie bei der Wahl Ihres Thüringen-Aufenthalts abwägen, ob Möhrenbachs Weg- und Ortsgeschichte zu Ihren Reiseplänen passt.
Wandern und Radfahren zu jeder Jahreszeit
In der ruhigen Umgebung von Möhrenbach laden leichte Wanderrouten ganzjährig zur Nutzung ein. Auch ebene Fahrradstrecken sind das ganze Jahr über nutzbar. Die beiden Wegarten unterscheiden sich damit vor allem in der Art der Bewegung: Beim Wandern stehen als leicht beschriebene Routen zur Wahl, beim Radfahren ebene Strecken. Das hilft Ihnen, Ihre Tage nach Interesse und gewünschter Aktivität zu gestalten, ohne Wandern und Radfahren gleichzusetzen.
Im näheren Umfeld verläuft der Rundweg „Möhrenbach zum Langen Berg und zurück“ zunächst auf dem Ilm-Rennsteig-Radweg in Richtung Gehren und dann auf dem „Wurzelkurtpfad“. Seine Kennzeichnung ist ein gelber Balken auf weißem Grund. Die Bedingungen können sich ändern; informieren Sie sich vor der Tour über aktuelle lokale Hinweise. Als weitere Orientierung liegt die Linke-Greiner-Hütte am vorderen Schmiedehaupt. Sie ist über den Gykelberg vorbei am Kriegerdenkmal erreichbar.
Teich und Fachwerkhaus als Ortsgeschichte
Der zentral in Möhrenbach gelegene Pferdeteich, gelegentlich auch Schwanenteich genannt, ist nachweislich weit über 100 Jahre alt. Ursprünglich war er ein unbefestigter Naturteich. Sein Name geht wahrscheinlich auf landwirtschaftlich gehaltene Pferde zurück: Sie sollen Handelsleuten den Aufstieg mit Waren und Hab und Gut auf die angrenzenden Berge ermöglicht haben. Die vermutete Herkunft des Namens bleibt also eine Erklärung, keine gesicherte Gewissheit.
Ein weiteres Stück Ortsgeschichte ist das „Pochwerk“ im oberen Porzel. Möhrenbachs ältestes Häuschen wurde 1606 erbaut. Das traditionell gebaute Fachwerkhaus besitzt ein kleines Bohlenstübchen. Zusammen mit dem alten Teich zeigt es, wie sich die Ortsgeschichte an konkreten Plätzen und Bauwerken erschließen lässt.
Glocke und Gedenkorte
Die Stahlglocke läutete von 1919 bis 1936 vom Glockenturm für die Möhrenbacher. Später wurde sie als Erinnerungsstück auf der vorderen Gansleitkuppe eingeweiht. Das Kriegerehrenmal am Hühnerstein auf dem Gykelberg wurde 1935 anlässlich des Heimatfestes nahe der „Eiche“ eingeweiht. Es erinnert an die Gefallenen Möhrenbachs im Ersten Weltkrieg. Auf dem Möhrenbacher Friedhof ist noch heute ein efeubewachsener Grabstein zu finden.
Ein weiterer Erinnerungsort liegt im angrenzenden Wohlrosetal. Eine kleine Infotafel mit Gedenkstein erinnert dort am Ort der Ermordung an den Förster Albin Walther. Ein Friedersdorfer Wilddieb schoss ihn am 5. September 1909 an; am Morgen des 6. September starb Walther schwer verletzt und mit großem Blutverlust in Möhrenbach. Das Denkmal befindet sich zwischen der Wohlrosetalstraße nahe der Ratsmühle und dem „Leidchen“ am Gykelberg. Der Ort verbindet damit die Geschichte des Försters mit der des angrenzenden Tals.
Weitere Akzente im übergeordneten Reiseziel Ilmenau
Ilmenau ergänzt den Blick auf Möhrenbach um eigenständige Natur- und Kulturthemen. Der Kickelhahn, Ilmenaus Hausberg, ist 861 Meter hoch; sein 21 Meter hoher Aussichtsturm zählt zu den Wahrzeichen der Stadt. Der 20 Kilometer lange Goethewanderweg verbindet Goethes Wirkungsstätten von Ilmenau bis nach Stützerbach. Im Trailpark Lindenberg laden drei verschiedene Trails zum Mountainbiken ein. Prüfen Sie vor einer Fahrt aktuelle lokale Informationen zu den Bedingungen.
Auch die Bergmannskapelle in Ilmenau veranschaulicht die Geschichte der Region: Sie liegt an der Sturmheide mitten im früheren Bergbaurevier des Ilmenauer Kupfer- und Silberbergbaus, unterhalb der Halde des ehemaligen Schachtes „Gottes Gabe“, und beherbergt eine Ausstellung zum Ilmenauer Kupferschieferbergbau. Diese Ilmenauer Ziele sind eigenständige Anknüpfungspunkte für eine Reiseplanung. Möhrenbach selbst spricht besonders Reisende an, die leichte Wanderwege, ebene Radrouten und örtliche Geschichte in den Mittelpunkt stellen möchten.
Weitere Reiseziele entdecken: Wolfsberg, Arnstadt, Behringen, Stadtilm, Elleben, Plaue, Herschdorf, Elgersburg.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Ilm-Kreis.