Ilm-Kreis: Kultur, Landschaft und Wege
Unterkünfte in Ilm-Kreis
Im Ilm-Kreis treffen historische Sammlungen und Museen auf Wander- und Radwege mit sehr unterschiedlichen Themen und Längen. Für die Wahl eines Übernachtungsorts hilft es, zunächst den Schwerpunkt Ihrer Reise festzulegen: Möchten Sie Orte der Kulturgeschichte besuchen, eine bestimmte Route erkunden oder die Landschaft zu Fuß und mit dem Rad erleben? Die Sehenswürdigkeiten und Wege des Kreises bieten dafür konkrete Anhaltspunkte, ohne dass alle Ziele zu einem einzigen Ausflugsprogramm werden müssen.
Kulturgeschichte an verschiedenen Orten
In Arnstadt befindet sich im Neuen Palais die barocke Puppenstadt „Mon plaisir“. Das Thüringer Wald Kreativ Museum in Großbreitenbach umfasst das 1. Deutsche Kloßpressenmuseum. Weitere Museumsziele verteilen sich auf verschiedene Orte: das Bunkermuseum in Frauenwald, das Rennsteigmuseum in Neustadt am Rennsteig, das Thermometermuseum in Geraberg und das Zwergenmuseum in Gräfenroda. Für Ihre Planung lohnt es sich, die jeweiligen Orte und Themen in den Mittelpunkt zu stellen, statt die Museen als eine einzelne Sehenswürdigkeit zu behandeln.
In Gehren verbindet sich die Schlossruine mit einem Park, der unter anderem als kultureller Veranstaltungsort für das große Schlossparkfest im August dient. Das Stadt- und Schlossmuseum in Gehren vermittelt die Geschichte des Fürstenhauses und des Schlosses. Damit stehen zwei unterschiedliche Zugänge zur Ortsgeschichte nebeneinander: der Veranstaltungsort im Park und die historische Vermittlung im Museum. In Langewiesen wird das Schaubergwerk „Volle Rose“ als Freizeitangebot empfohlen. Wer sich für regionale Esskultur interessiert, findet das 1. Deutsche Bratwurstmuseum im Ortsteil Holzhausen.
Wanderwege nach Thema und Streckenlänge wählen
Der zwei Kilometer lange Kunstwanderweg Kleinbreitenbach verteilt Kunstwerke auf mehrere Stationen: Sie schmücken die romanische Wehrkirche, den Friedhof, den Kirchvorplatz, das Dorf und den Weg am Ortsausgang. Einen anderen thematischen Zugang bietet der Goethewanderweg. Er verbindet Landschaften des Thüringer Waldes mit Goethes Wirkungsstätten in Ilmenau und der Umgebung bis Stützerbach. Für eine Route mit ausdrücklich kindgerechtem Thema gibt es in Frauenwald den vier Kilometer langen Zwergenpfad; Start und Ziel liegen an der Touristinformation Frauenwald.
Der 21 Kilometer lange Pilzsteig führt von Gehren über den Langen Berg zum Europäischen Pilzpark in Gillersdorf und weiter über das Reicheltal nach Neustadt am Rennsteig. Eine deutlich längere Tour ist der 135 Kilometer lange Panoramaweg Schwarzatal: Er verläuft durch die Landkreise Saalfeld-Rudolstadt, Ilm-Kreis, Hildburghausen und Sonneberg und verbindet den Rennsteig mit der Burgenlandschaft an der Saale. Die Streckenangaben helfen, den Umfang der jeweiligen Route einzuordnen; sie sagen für sich genommen nichts über Gehzeit oder Schwierigkeit aus.
Auch Wege mit einem erklärenden Schwerpunkt gehören zur Auswahl. Der etwa 6,5 Kilometer lange Klimaweg in Geraberg ist als Lehrpfad mit mehr als 20 Anschauungstafeln angelegt und erklärt Naturphänomene rund um Wetter und Klima. Der Rennsteig durchquert den Ilm-Kreis von Oberhof in Richtung Masserberg. In der Rennsteigregion des Ilm-Kreises liegen Höhengebiete des Thüringer Waldes über 900 Meter; der Rennsteig prägt dort das Landschaftsbild.
Radwege und Landschaft als weitere Orientierung
Der Ilmtal-Radweg ist 123 Kilometer lang, mit vier Sternen zertifiziert und verläuft auf 45 Kilometern durch den Ilm-Kreis. Der Ilm-Rennsteig-Radweg führt auf einer ehemaligen Bahntrasse von Ilmenau nach Großbreitenbach oder nach Neustadt am Rennsteig. Er verbindet den Ilmtal-Radweg mit dem Rennsteig-Radweg, ist nahezu vollständig asphaltiert und als Fahrradstraße ausgeschildert. Die beiden Routen unterscheiden sich damit sowohl in ihrer Länge als auch in ihrem Verlauf und ihrer beschriebenen Oberfläche.
Für die Landschaftsorientierung bieten sich weitere konkrete Bezugspunkte an. Der Lange Berg ist ein 808 Meter hoher, sieben Kilometer langer und etwa zwei Kilometer breiter Bergrücken im nördlichen Thüringer Wald. Er bildet die Wasserscheide zwischen der Ilm im Westen und der Saale im Osten. Das Wandergebiet auf dem 600 Meter hohen Muschelkalkfelsen der Reinsberge eröffnet Ausblicke über das Vorland des Thüringer Waldes. Vom 861 Meter hohen Kickelhahn reicht der Weitblick bei guter Sicht bis zum Harz. Die Einschränkung „bei guter Sicht“ gehört dabei zur Aussichtsaussage.
Regionale Küche und Übernachtungswahl
Zu den im Ilm-Kreis genannten Spezialitäten gehören Thüringer Klöße, Thüringer Rostbrätel und Thüringer Rostbratwurst. Sie können diese regionale Esskultur als ergänzenden Schwerpunkt neben Museen, Wanderungen oder Radtouren berücksichtigen; konkrete Restaurants oder Verkostungsangebote sind damit nicht festgelegt. Für die Wahl eines Hotels im Ilm-Kreis ist daher zunächst entscheidend, welche Orte und Aktivitäten Ihrer Reise wichtig sind. Campingplätze gibt es in Frankenhain am Lütschestausee, in Großbreitenbach am Freibad und in Manebach im Ilmtal. Prüfen Sie deren Verfügbarkeit vor der Reise.
Orte im Ilm-Kreis
Weitere Orte im Ilm-Kreis: Frauenwald, Ilmenau, Geschwenda, Friedersdorf, Herschdorf, Wachsenburggemeinde, Geraberg, Großbreitenbach, Neustadt am Rennsteig, Schmiedefeld am Rennsteig, Großliebringen, Gehlberg, Arnstadt, Stützerbach, Möhrenbach, Frankenhain, Bücheloh, Behringen, Elgersburg, Kirchheim, Elleben, Altenfeld, Gehren, Plaue, Ichtershausen, Gräfenroda, Langewiesen, Pennewitz, Wipfratal, Ilmtal, Wolfsberg, Stadtilm, Elxleben und Bösleben-Wüllersleben.