Arnstadt – Bach-Geschichte und historische Baukunst
Unterkünfte in Arnstadt
Arnstadt verbindet Zeugnisse der Bach-Geschichte mit markanter Architektur und einer langen Siedlungsgeschichte. Auf dem Markt begegnen Sie einem Denkmal, das Johann Sebastian Bach als jungen Mann zeigt; im Schlossmuseum führt der Blick in rekonstruierte Barockräume. Dazu kommen die Oberkirche und die Alteburg, die andere historische Zeiträume sichtbar machen. So können Sie Ihren Aufenthalt nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren, statt jede Station als gleichartige Sehenswürdigkeit zu betrachten.
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Foto: Jean-Christophe BENOIST via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Marktplatz, Rathaus und Bach
Das Bach-Denkmal auf dem Arnstädter Markt zeigt den Komponisten als jungen Mann, lässig an einen Meilenstein gelehnt. An der Nordseite des Marktplatzes nimmt das Renaissance-Rathaus mit seiner Fassade die ganze Platzseite ein. Es wurde von 1582 bis 1586 erbaut und ist mit Ziergiebeln und zahlreichen Schmuckelementen gestaltet. Denkmal und Rathaus geben dem Markt unterschiedliche historische Akzente: Hier steht die Bach-Erinnerung neben einem Rathausbau aus der Renaissance.
Auch Bach selbst ist mit Arnstadt durch eine konkrete Station seiner Laufbahn verbunden: Im August 1703 wurde er als Organist an die Neue Kirche berufen und blieb dort bis 1707. Die Oberkirche, auch Barfüßerkirche genannt, ist davon als eigener Ort zu unterscheiden. Sie wurde um 1250 erbaut und war die Klosterkirche des Franziskanerordens. Im Inneren fallen ein hölzernes Tonnengewölbe, die Orgelempore von 1624 und zwei Emporen an der Südwand aus der Mitte des 17. Jahrhunderts ins Auge. Wer sich für Musikgeschichte und Kirchenarchitektur interessiert, findet hier zwei verschiedene Zugänge zur Geschichte der Stadt.
Schlossmuseum und historische Orte
Im Schlossmuseum im Neuen Palais sind Möbel und Kunstschätze aus dem ehemaligen fürstlichen Bestand in rekonstruierten Barockräumen der südlichen Beletage zu sehen. Im Erdgeschoss des südlichen Corps de logis befindet sich außerdem die Puppenstadt „Mon plaisir“: Besucher können durch ihre Häuser und Stuben gehen. Die beiden Angebote setzen unterschiedliche Schwerpunkte – auf der einen Seite Ausstattung und Kunst in historischen Räumen, auf der anderen eine Puppenstadt, die sich beim Durchgehen erschließt.
Der original erhaltene Schlossturm ist 65 Meter hoch und besitzt eine kupferbeschlagene Haube sowie einen kupferbeschlagenen Helm. Umfassend restauriert wurde er 1998/99. Das Haus Kohlgasse 7 war eine bedeutende ehemalige Wohnstätte der Musikerfamilie Bach. Der Jakobsturm wiederum gehörte zur ehemaligen Jakobskirche; durch Arnstadt führte der historische Jakobspilgerweg. Diese Orte ergänzen die bekannten Bach-Bezüge um Bau- und Stadtgeschichte, ohne dass sie alle dieselbe Funktion oder denselben historischen Zusammenhang haben.
Alteburg und unterschiedliche Interessen
Am Südrand von Arnstadt liegt die Alteburg, eine befestigte urgeschichtliche Höhensiedlung auf einem Muschelkalkplateau. Ihre Hänge fallen nach drei Seiten steil ab. Besiedelt war die Anlage in der Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit; Wälle und Gräben dienten der Sicherung. Zwei Wälle und Reste eines Vorwalls sind erhalten. Die Alteburg lenkt den Blick damit von der Stadtarchitektur auf die frühe Besiedlung und die Form der Landschaft.
Wer mit unterschiedlichen Interessen reist, kann Arnstadt gedanklich nach Themen gliedern: Bach und Musik, Sakralbau, fürstliche Sammlung oder frühe Siedlungsgeschichte. Im Tierpark „Fasanerie“ befindet sich zudem ein Kinderspielplatz. Wenn Sie diesen Besuch einplanen, prüfen Sie die aktuellen Besuchsdetails beim Betreiber.
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