Jena
Die im Talkessel der mittleren Saale liegende Stadt Jena ist bekannt durch die im 17. und 18. Jahrhundert führende Universität in Deutschland. Auch heute noch genießt sie einen guten Ruf. Die Universitäts- und Industriestadt ist mittels Carl Zeiss, Otto Schott und Ernst Abbe bekannt geworden. Global berühmt haben Jena die wissenschaftlichen Präzisionsgeräte und das feuerfeste Jenaer Glas gemacht.
Jena hat unter dem zweiten Weltkrieg sehr gelitten, aber trotz alledem sind einige mittelalterlichen Baugruppen erhalten geblieben, unter anderem die 1558 errichtete Gründungsstätte der Universität und das Rathaus. Die spätgotische kunstvoll gestaltete Uhr im Rathaus erfreut zu jeder Stunde mit einem Figurenspiel.
Andere sehenswerte Anlaufstellen sind unter anderem das phyletische Museum, der botanische Garten, Schillers Gartenhaus, das optische Museum und vor allem das Zeiss-Planetarium.
1913 kam Oskar Miller in Zusammenarbeit mit Prof. Walther Bauersfeld, Mitglied der Carl-Zeiss-Geschäftsleitung, auf die Idee die natürlichen Himmelsaktionen für die Öffentlichkeit darzustellen.
23 Meter beträgt der Durchmesser der Innenkuppel des Jenaer Planetariums, auf welche der künstliche Sternenhimmel projiziert wird. Sie können auf 1000m² die Sterne beobachten ohne dabei auf das Wetter achten zu müssen. Das durch Dia-, Video- und Laserprojektionen dargestellte Bildungsprogramm lässt Erwachsene und Kinder den Sternen so nach sein, wie man ohne Astronautenausrüstung nur sein kann.
Mitarbeiter der Carl-Zeiss Firma in Jena beginnen etwa um 1900 damit, optische Instrumente zusammenzutragen. Juni 1922 wird als Einrichtung der Carl-Zeiss-Stiftung das optische Museum hervorgerufen. Die Exponate waren nur ausgewählten Personen zugänglich. Der zweite Weltkrieg zwang den Museumsvorsitzenden Dr. Hans Boegehold den kompletten Bestand in die Umgebung Jenas auszulagern.
Schlechte Lagerbedingungen und Plünderungen eröffnen sich den Museumsmitarbeitern, als sie am Ende des Krieges die Sammlung zurück transportieren. Intensive, über Jahre hinweg andauernde Restaurierungsarbeiten werden unumgänglich. Nach dem Krieg fordern mehrere Museumsangestellte eine bessere Unterbringung der Exponate und einen Zugang für die Öffentlichkeit.
1976 - 1977 musste auf Grund der stetig wachsenden Sammlung wieder umgezogen werden, bis das Museum seinen heutigen Platz gefunden hat.
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