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Kleinschwabhausen: Kirche, Feininger und Radfernweg

Unterkünfte in Kleinschwabhausen

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kleinschwabhausen lässt sich über drei konkrete Themen erschließen: die ursprünglich romanische Kirche mit ihren Bau- und Ausstattungsdetails, einen Feininger-Pultaufsteller und den Radfernweg Thüringer Städtekette. Damit stehen Ortsgeschichte, Bildkunst und Radfahren nebeneinander. Für die Reiseplanung hilft die Unterscheidung: Die Kirche bündelt historische Zeitmarken, der Aufsteller setzt ein Kunstmotiv in Beziehung zum Ort, und der Radweg betrifft einen genau bezeichneten Streckenabschnitt.

Gravestone Church Kleinschwabhausen Gravestone Church Kleinschwabhausen Foto: Aschroet via Wikimedia Commons, CC0

Kirche: Bauformen und Zeitschichten

Die ursprünglich romanische Kirche erhebt sich über dem Ortszentrum. Östlich des Langhauses steht ein quadratischer Chorturm. Um 1587 wurde anstelle einer Apsis eine eingeschossige Sakristei mit 3/8-Schluss errichtet. Ein kleines rundbogiges Fenster an der Südseite erinnert an die Kirche des 12. Jahrhunderts. So stehen hier ein Hinweis auf die frühe Kirche und eine konkrete spätere Veränderung nebeneinander. Der 3/8-Schluss beschreibt die polygonale Form des Abschlusses; damit lässt sich die Sakristei auch architektonisch von der zuvor bestehenden Apsis unterscheiden.

Für Leser ohne kunsthistorische Vorkenntnisse hilft die räumliche Orientierung: Das Langhaus bezeichnet den Hauptteil des Kirchenbaus; östlich davon steht der quadratische Chorturm. Fensterform und Jahresangabe ergänzen diese Bauglieder um eine zeitliche Einordnung. So lässt sich die Beschreibung Schritt für Schritt lesen, statt die einzelnen Teile einer einzigen Bauphase zuzuordnen.

Datierte Details der Ausstattung

Auch die Ausstattung der Kirche lässt sich anhand der Jahreszahlen einordnen. Der Kanzelaltar stammt von 1675 und wurde 1810 neu gefasst. Die fünfseitige Kanzel ist mit rundbogig gestalteten Feldern und toskanischen Säulchen an den Ecken verziert. Der Taufstein mit Halbkugelbecken stammt aus 1587. Im Kirchturm hängt eine historische Glocke, die Heinrich Rausch 1675 in Erfurt goss. Die Gegenüberstellung hilft, die Zeitangaben nicht zu vermischen: 1587 betrifft sowohl die Sakristei als auch den Taufstein, 1675 den Kanzelaltar und die Glocke, während 1810 die spätere Neufassung des Altars bezeichnet. So sind Baugeschichte, Ausstattung und spätere Bearbeitung als unterschiedliche Ebenen zu lesen.

Ein Feininger-Hinweis vor Ort

Ein farbig gestalteter Pultaufsteller in Kleinschwabhausen gibt Hinweise und Erläuterungen zu einem Feininger-Gemälde. Die Aufsteller stehen jeweils unweit des dargestellten Motivs. Anders als die Kirche, deren Details sich über Bauteile und Datierungen erschließen, führt der Pultaufsteller vom Gemälde zum Motiv vor Ort. So entsteht neben der Baugeschichte eine eigene, bildbezogene Perspektive auf den Ort.

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Radfahren auf der Thüringer Städtekette

Für Radreisende ist der Abschnitt des Radfernwegs Thüringer Städtekette ein eigener Planungsaspekt. Im Oktober 2024 wurde der dritte Bauabschnitt zwischen Kleinschwabhausen und der L1060 in Richtung Großschwabhausen/Jena fertiggestellt. Dort wurde der Radverkehr abseits der Kreisstraße auf eine eigenständige Radwegführung verlegt. Vor einer Fahrt lohnt sich ein Blick auf aktuelle Streckenhinweise.

Für die Wahl des Unterkunftsorts kann der geplante Schwerpunkt helfen: Die Kirche und der Feininger-Hinweis stehen für kulturelle Interessen, der Radfernweg für eine radorientierte Planung. Prüfen Sie, welcher dieser Bezüge für Ihre Reise entscheidend ist, bevor Sie die Unterkunft auswählen.

Weitere Reiseziele entdecken: Ilmtal-Weinstraße, Weimar, Auerstedt, Niederzimmern, Possendorf, Schwerstedt, Blankenhain, Berlstedt.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weimarer Land.

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