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Ilmtal-Weinstraße: Schlosspark, Ordensburg und Leonardo-Park

Unterkünfte in Ilmtal-Weinstraße

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Ilmtal-Weinstraße lässt sich über drei unterschiedliche Kulturthemen erschließen: eine mit Büsten gestaltete Schlossparkmauer, die denkmalgeschützte Ordensburg Liebstedt und mechanische Maschinen nach Zeichnungen und Konzepten Leonardo da Vincis. Zusammen eröffnen sie Perspektiven auf historische Darstellungen, Burgarchitektur und Technikgeschichte. Wenn Sie Thüringen vor allem über Kultur kennenlernen möchten, geben diese Orte konkrete Anknüpfungspunkte, ohne dass ein einziges Zeitalter den Blick bestimmt.

Burg Denstedt in Denstedt, Ilmtal-Weinstraße Burg Denstedt in Denstedt, Ilmtal-Weinstraße Foto: Worldfootage via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Schlosspark Kromsdorf: Persönlichkeiten in Sandstein

Ab 1664 ließ Baron Johan Theodor de Mortaigne die Mauer des Schlossparks von Kromsdorf mit 64 Sandsteinbüsten gestalten. Dargestellt sind historische und exotische Persönlichkeiten. Die Zahl der Büsten und die Vielfalt der Motive machen die Mauer selbst zum kulturhistorischen Thema: Sie verbindet die Geschichte eines Schlossparks mit einer Reihe von Figuren, die unterschiedliche Vorstellungen von Geschichte und Welt spiegeln. Für eine Reiseplanung mit Interesse an Kunst und Vergangenheit ist das ein anderer Zugang als ein Museum mit einzelnen Objekten – hier steht eine gestaltete Folge von Porträts im Mittelpunkt.

Ordensburg Liebstedt und Leonardo da Vinci Park

Die denkmalgeschützte Ordensburg Liebstedt gilt als einzige erhaltene europäische Durchgangsburg. Ihre besondere Bezeichnung macht die Anlage zu einem eigenen Thema der Bau- und Burggeschichte. Für den Besuch ist die Zugangsbeschränkung wichtig: Die Ordensburg öffnet nur zu Veranstaltungen. Prüfen Sie daher vorab, ob ein passender Termin stattfindet.

In Leutenthal zeigt der mit dem Freilichtmuseum verbundene Leonardo da Vinci Park mechanische Maschinen zur Bewegungsumwandlung, die auf Zeichnungen und Konzepten des Künstlers beruhen. Der Schwerpunkt liegt damit nicht allein auf Leonardo als historischer Persönlichkeit, sondern auch auf der Frage, wie sich Bewegung in technischen Konstruktionen darstellen lässt. Das bietet einen anderen kulturellen Akzent als die Büsten in Kromsdorf oder die Burg in Liebstedt: Hier treffen Kunstgeschichte und Mechanik aufeinander. Die drei Themen lassen sich deshalb nach Ihrem Interesse gewichten, statt sie als gleichartige Sehenswürdigkeiten zu behandeln.

Weitere Perspektiven im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land

Im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land ergänzt der Thüringer Drei Türme Weg die Kulturthemen um eine Landschaftsperspektive. Der Rundwanderweg führt durch die geschützte Landschaft des Mittleren Ilmtals im südlichen Weimarer Land und verbindet den Paulinenturm bei Bad Berka, den Hainturm im Belvederer Forst bei Weimar und den Carolinenturm bei Blankenhain. So stehen bei dieser Route Landschaft und drei benannte Türme im Mittelpunkt, während die örtlichen Kulturthemen in Ilmtal-Weinstraße andere Schwerpunkte setzen. Eine weitere Aktivitätsoption im Weimarer Land sind die vier Routen des VitalParcours Bad Berka, die 2011 vom Deutschen Nordic-Walking-Verband als Qualitätswege bestätigt wurden. Prüfen Sie vor einer konkreten Tour die jeweiligen Routenbedingungen.

Im übergeordneten Reiseziel Weimarer Land gibt es auch literarische und historische Wege. Der Goethe-Erlebnisweg folgt Goethes Weg zu Charlotte von Stein, bietet zwölf Erlebnisstationen zwischen Natur und Kultur und verbindet Weimar mit Großkochberg. Etappe 25 des Lutherwegs führt von Weimar nach Apolda. Diese Angaben beschreiben unterschiedliche Routen; sie sollten nicht zu einer gemeinsamen Strecke zusammengezogen werden. Für den Goethe-Erlebnisweg sind die Bedingungen vor der Reise zu prüfen. Wenn Sie Kultur lieber über Museen erschließen, bietet der Vergleich weitere Anhaltspunkte: Das GlockenStadtMuseum Apolda widmet sich der Kulturgeschichte der Glocken und der Textilindustrie der Region. Das Saline- und Heimatmuseum Bad Sulza zeigt die bis 1046 zurückreichende Tradition des Salzsiedens.

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Weitere Themen im übergeordneten Weimarer Land reichen von Literatur bis Alltagsgeschichte. Das Wielandgut Oßmannstedt umfasst eine Gedenkstätte und ein multimediales Museum zu Wielands Leben, Werk und Wirken; das sanierte Gut kann besichtigt werden. Informieren Sie sich vor dem Besuch über die aktuellen Besuchsbedingungen. Die Dauerausstellung im Coudray-Haus Bad Berka behandelt 200 Jahre Entwicklung des Kur- und Gesundheitswesens in Bad Berka; auch hier sollten Sie die aktuellen Besuchsmöglichkeiten prüfen. Im Thüringer Freilichtmuseum Hohenfelden werden mehr als 40 historische Gebäude aus dem 16. bis 20. Jahrhundert gezeigt. So lassen sich literarische, medizin- und sozialgeschichtliche sowie bauhistorische Interessen als unterschiedliche Schwerpunkte einordnen.

Auch für Kunst und regionale Aktivitäten hält das übergeordnete Reiseziel Weimarer Land weitere Anknüpfungspunkte bereit. Im Kunsthaus Apolda Avantgarde werden seit 1995 Ausstellungen internationaler und regionaler Künstler gezeigt. Zum Programm gehören außerdem Vorträge, Auktionen, Buchlesungen und Kinovorführungen; konkrete Termine und die aktuelle Öffnung sollten Sie vorab prüfen. Wer regionale Küche praktisch kennenlernen möchte, kann im Thüringer Kloßmuseum ganzjährig Seminare oder Schulungen für bis zu 80 Personen buchen. In der Kloß-Kochschule und der Kartoffelpuffer-Schule lassen sich thüringische Klassiker zubereiten; das Angebot ist an Buchung und Terminplanung gebunden. Für längere Radreisen eignen sich die Radwege zwischen Weimar, Apolda und Bad Sulza, die Naturerlebnis, Kulturgeschichte und regionale Kulinarik verbinden. Der Ilmtal-Radweg führt durch das Thüringer Weintor in Bad Sulza.

Weitere Reiseziele entdecken: Magdala, Bad Berka, Großheringen, Schwerstedt, Tonndorf, Nohra, Apolda.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Weimarer Land.

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