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Lehesten: Schiefergeschichte und Wanderwege

Unterkünfte in Lehesten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Lehesten verbindet die Geschichte des Schieferbergbaus mit einer Landschaft, die sich zu Fuß, mit dem Fahrrad und im Winter auf Skiern erkunden lässt. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich daraus eine klare Wahl: Möchten Sie vor allem die Zeugnisse des Handwerks und der Ortsgeschichte kennenlernen, oder steht Zeit im Freien im Mittelpunkt? Beides hat hier seinen Platz, ohne dass Sie den Aufenthalt mit einem weit gefassten Ausflugsprogramm füllen müssen.

Schiefergeschichte in Kirche und Handwerk

In der Kirche St. Aegidien wird Schiefer auch in der Ausstattung sichtbar: Altar, Kruzifix und der Altar der Taufkapelle bestehen aus dem Gestein. Dort befindet sich außerdem eine vermutlich größte jemals in einem Stück gehauene Schiefertafel. Sie wurde 1872 im Schieferbruch „Kießlich“ gewonnen und misst 308 Zentimeter in der Höhe und 253 Zentimeter in der Breite. Die Kirche verbindet damit ein konkretes Zeugnis der Schiefergewinnung mit ihrer eigenen Ausstattung.

Auch das Dachdeckerhandwerk gehört zum Profil Lehestens. Hier befindet sich Deutschlands älteste Dachdeckerschule. 1992 wurde sie wiedereröffnet, modernisiert und erweitert; heute dient sie wieder als Ausbildungsstätte für das thüringische Dachdeckerhandwerk. Zusammen mit den Spuren des Bergbaus erzählt sie von verschiedenen Seiten der Arbeit mit Schiefer – von seiner Gewinnung bis zu einem traditionsreichen Handwerk.

Am historischen Schieferbergbau

Das Technische Denkmal „Historischer Schieferbergbau Lehesten“ bewahrt Gebäude aus dem 19. Jahrhundert am Originalstandort der Schiefergewinnung. Zum Industrieensemble gehören die in Europa einmalige Göpelschachtanlage und die markante Doppelspalthütte. Fachkundige Führungen vermitteln die Traditionen und Verarbeitungstechniken des Schieferbergbaus und machen den Werdegang des Schiefers anschaulich.

Auf Anfrage können Sie dort unter Anleitung selbst ein Schiefersouvenir an der Schieferschere zuschneiden. Die Teilnahme erfolgt auf eigene Verantwortung; Arbeitshandschuhe und Schürze werden bereitgestellt. Klären Sie die Möglichkeit vor Ihrer Anreise direkt mit dem Angebot ab. So lässt sich die praktische Erfahrung passend in den Tagesplan einordnen, ohne sie als spontanes oder jederzeit verfügbares Programm vorauszusetzen.

Wege, Schieferpark und Landschaft

Der 60 Hektar große Schieferpark Lehesten kann ganzjährig zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Skiern erkundet werden. Am Staatsbruch liegt dort, wo früher Schiefer im Tagebau abgebaut wurde, heute der Schiefersee. Diese Verbindung von früherer Nutzung und heutiger Landschaft gibt dem Aufenthalt einen anderen Akzent als die historischen Gebäude: Der Ort erzählt nicht nur vom Schiefer, sondern zeigt auch, wie der ehemalige Tagebau heute in der Landschaft erscheint.

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Lehesten ist außerdem ein Ausgangspunkt für Wanderungen im Thüringer Schiefergebirge, darunter auf dem Schieferpfad. Der 168 Kilometer lange Rennsteig führt durch das Lehestener Gebiet; in Brennersgrün verläuft er mitten durch den Ort. Wenn Sie eine Wanderung planen, wählen Sie den Weg gezielt nach Ihrem Tagesrhythmus und prüfen Sie die jeweilige Streckenführung. Im übergeordneten Reiseziel Saalfeld-Rudolstadt reicht die Wanderlandschaft vom Saaletal bis zum Thüringer Wald und umfasst ruhige Wälder, weite Ausblicke und kulturhistorische Ziele entlang der Wege.

Schmiedebach als weiterer Kulturort

Auch Schmiedebach gehört als eigener Ort zur Gemeinde. Das Schieferdorfmuseum dort zeigt rund 2.000 Ausstellungsstücke zur Geschichte des Ortes und der Region. Individuelle Führungen durch die Ortsgeschichte sind nach Absprache möglich; am Museum stehen Parkplätze zur Verfügung. In Schmiedebach befindet sich außerdem die Gedenkstätte Laura, ein Ort des Erinnerns, der Begegnung und des historischen Lernens. Diese Ziele ergänzen den Blick auf Lehestens Schieferbergbau um Orts- und Erinnerungsgeschichte, liegen aber in Schmiedebach und nicht im Lehestener Ortskern.

Lehesten als Standort für Ihren Aufenthalt

Wenn Sie Kultur und Natur verbinden möchten, bietet Lehesten verschiedene Themen für die Tagesplanung: die Schiefergeschichte, die Kirche St. Aegidien, Wanderungen und Wege im Schieferpark. Für Besuche, die eine Führung oder ein Angebot auf Anfrage einschließen, empfiehlt sich die vorherige Abstimmung mit dem jeweiligen Anbieter. Prüfen Sie bei der konkreten Unterkunft anschließend die Ausstattungs- und Komfortmerkmale, die Ihnen wichtig sind.

Weitere Ortsprofile im übergeordneten Reiseziel Saalfeld-Rudolstadt: Mellenbach-Glasbach, Oberweißbach/Thüringer Wald, Meuselbach-Schwarzmühle, Reichmannsdorf, Saalfeld, Kaulsdorf, Unterweißbach, Remda-Teichel.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saalfeld-Rudolstadt.

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