Neustadt an der Orla
Unterkünfte in Neustadt An Der Orla
Neustadt an der Orla verbindet eine vielschichtige Stadtgeschichte mit markanten Orten im Stadtbild. Rathaus, Lutherhaus und Museum für Stadtgeschichte geben unterschiedliche Einblicke in die Vergangenheit; der Orla-Radweg und der Stadtpark ergänzen das kulturelle Profil. So können Sie Ihren Aufenthalt danach ausrichten, ob Sie sich besonders für Baugeschichte, Ausstellungen, lokale Traditionen oder eine Radtour interessieren.
Rathaus, Lutherhaus und Stadtgeschichte
Das spätgotische Rathaus entstand aus einem steinernen Haus, das Landgraf Balthasar der Stadt 1364 schenkte. Zunächst diente es als Vorratsgebäude; nach An- und Umbauten war das Gebäude 1509/10 fertiggestellt. Bis heute ist es Sitz der Verwaltung. Das Lutherhaus am Markt wurde vor 1450 errichtet und durchlief mehrere Bauphasen. Beide Bauwerke stehen damit für unterschiedliche Abschnitte der Stadtgeschichte, ohne dass ihre Funktionen verwechselt werden sollten.
Im Museum für Stadtgeschichte wird die Geschichte der Stadt in 13 thematisch gestalteten Ausstellungsräumen vermittelt. Ein weiterer historischer Bezugspunkt ist der Altar aus der Werkstatt Lucas Cranachs: Die Ratsherren bestellten ihn im Herbst 1511, 1513 traf er in Neustadt an der Orla ein. Wer sich für Kunstgeschichte interessiert, kann hier einen konkreten Anlass finden, den Besuch der Stadtgeschichte um einen Blick auf die Cranach-Zeit zu ergänzen.
Marktbrunnen und Bornquas
Der Marktbrunnen entstand 1987 anlässlich der 700-Jahr-Feier der Stadt. Seine Brunnenschale ist achteckig; auf ihr finden sich Zunftzeichen von Handwerkern, die dort seit dem Mittelalter ansässig waren. Der Brunnen verbindet so ein jüngeres Entstehungsdatum mit einem Bezug zur älteren Handwerksgeschichte.
Das Brunnenfest Bornquas wird regelmäßig am dritten Wochenende im Juni gefeiert. Zur gepflegten Tradition gehört auch die Ernennung eines Brunnenmeisters. Wenn Sie Ihre Reise auf das Fest ausrichten möchten, prüfen Sie die aktuellen Veranstaltungstermine, bevor Sie planen.
Stadtpark, Blumenuhr und Blick ins Orlatal
Der heutige Stadtpark geht auf den ehemaligen Klostergarten des Augustiner-Eremiten-Ordens zurück. Zu seinen besonderen Merkmalen zählt die Blumenuhr: Das Beet umfasst etwa 40 Quadratmeter, in seiner Mitte befindet sich ein Uhrwerk. Die historische Herkunft des Parks und dieses gestaltete Detail bieten einen ruhigeren Gegenpol zu Rathaus, Museum und Festgeschehen.
Nördlich der Innenstadt steht auf dem Kesselberg der fast 33 Meter hohe Bismarckturm. Der Aufstieg führt über 167 Stufen; bei gutem Wetter bietet sich von dort ein Blick über das gesamte Orlatal. Der Aussichtspunkt ist damit eine andere Art, den Aufenthalt zu gestalten als der Besuch historischer Innenräume. Berücksichtigen Sie die Stufen bei Ihrer Planung und erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Besuchsbedingungen.
Stadtführung und aktive Ausflüge
Von Mai bis Oktober bietet die TouristInformation der Stadt an jedem ersten Samstag im Monat eine öffentliche Stadtführung an. Für eine geführte Einführung in Neustadt können Sie diesen wiederkehrenden Termin in Betracht ziehen; aktuelle Details erfahren Sie bei der TouristInformation.
Auch der Orla-Radweg führt im weiteren Verlauf durch Neustadt an der Orla. Damit stehen zwei unterschiedliche Schwerpunkte zur Wahl: eine Stadtführung mit historischen Orten oder eine Radroute, die durch die Stadt verläuft. Bei der Entscheidung für Ihren Aufenthalt können Sie überlegen, ob Stadtgeschichte oder Radfahren den größeren Raum in Ihrer Reiseplanung einnehmen soll.
Im übergeordneten Reiseziel Saale-Orla prägt auch die Saale das Landschaftsbild: Mit der etwa 80 Kilometer langen und fünfmal gestauten Saalekaskade bildet sie das größte zusammenhängende Stauseegebiet Europas, das Thüringer Meer. Der Bleilochstausee ist Deutschlands größter Stausee.
Weitere Reiseziele entdecken: Burgk, Wurzbach, Ziegenrück, Remptendorf, Kospoda, Moßbach, Knau, Langenorla.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Saale-Orla.