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Neudietendorf: Streuobstwiese, Geschichte und Drei Gleichen

Unterkünfte in Neudietendorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Neudietendorf liegt im Tal der Apfelstädt am Südrand des Thüringer Beckens und ist der kulturelle und geografische Mittelpunkt der Gemeinde Nesse-Apfelstädt. Von hier aus blickt man nach Südwesten auf die Drei Gleichen, eine Burgengruppe, die dem Gebiet ihren Namen gibt. Auch die Gewässer ordnen den Ort ein: Der aus Sülzenbrücken kommende Weidbach mündet hier in die Apfelstädt; seine Quelle liegt in Mühlberg. Landschaft, Wasserläufe und die Ortsgeschichte geben Ihrem Aufenthalt damit verschiedene, klar verortete Themen.

Kirchstraße 7 (Neudietendorf) Kirchstraße 7 (Neudietendorf) Foto: Giorno2 via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Streuobstwiese am Kirchberg

Die Streuobstwiese „Kirchberg“ wurde 1724 angelegt und wird seither bewirtschaftet. Sie ist Lebensraum zahlreicher Tier- und Pflanzenarten, darunter teilweise stark bedrohter Arten. Das macht sie zu einem besonderen Naturthema in Neudietendorf: Hier geht es nicht nur um eine Obstwiese, sondern auch um eine über lange Zeit gepflegte Landschaft und ihre Artenvielfalt.

Auf der Streuobstwiese werden beispielsweise Führungen für Familien und Kinder angeboten. Wenn Sie eine Führung in Ihren Aufenthalt einbeziehen möchten, erfragen Sie die aktuellen Termine beim Anbieter. So lässt sich ein Naturinteresse mit einem konkreten Angebot am Kirchberg verbinden, ohne dafür ein festes Datum vorauszusetzen.

Geschichte der Böhmischen Brüder

Ein wichtiger Abschnitt der Ortsgeschichte beginnt 1742: Mitglieder der „Böhmischen Brüder“ erwarben von Graf Gotter ein altes Rittergut mit einer dazugehörigen Siedlung am Ufer der Apfelstädt. Zehn Familien ließen sich dort nieder und wollten nach dem Herrnhuter Vorbild leben. Die frühe Gemeinschaft wurde wegen Unstimmigkeiten mit den lutherischen Landesherren mehrfach aufgegeben. Diese Stationen erzählen von einem Anfang, der nicht geradlinig verlief, und geben dem historischen Neudietendorf einen konkreten menschlichen Bezug.

Auch die Baugeschichte lässt sich in einer Folge nachvollziehen. Zunächst entstanden Chorhäuser für die ledigen Brüder und Schwestern; später kamen der Kirchsaal und weitere Gebäude hinzu. Der Kirchsaal wurde am 6. April 1779 grundgelegt und am 2. Dezember 1780 eingeweiht. Die beiden Daten markieren unterschiedliche Schritte: erst die Grundlegung, dann die Einweihung. Für kulturgeschichtlich Interessierte ergänzen diese Einzelheiten die Geschichte der Gemeinschaft um einen zeitlichen und baulichen Rahmen.

Gottesacker und Osterliturgie

Der Friedhof, auch Gottesacker genannt, ist schlicht gestaltet. Die gleichförmigen liegenden Grabsteine tragen jeweils den Namen der verstorbenen Person, deren Geburts- und Sterbedatum sowie einen Vers. Das älteste Grab auf dem Gottesacker stammt aus dem Jahr 1743.

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Zum religiösen Jahreslauf gehört außerdem die Osterliturgie: Am Ostersonntag wird sie bei Sonnenaufgang auf dem Gottesacker gefeiert. Zusammen mit der Geschichte der Brüdergemeine und den Daten des Kirchsaals eröffnet dieser Brauch eine weitere Perspektive auf Neudietendorfs Kulturgeschichte.

Ein Termin im Oktober

Der 5. Neudietendorfer Streuobstwiesentag ist für Samstag, den 10. Oktober 2026, von 12 bis 17 Uhr im Krügerpark, Bergstraße 9, in Neudietendorf angesetzt. Wenn Sie Ihren Aufenthalt auf diesen Termin ausrichten möchten, prüfen Sie die Veranstaltungsangaben vorab.

Weitere Reiseziele entdecken: Georgenthal/Thüringer Wald, Hörselgau, Mühlberg, Ohrdruf, Döllstädt, Großfahner, Tambach-Dietharz, Emleben

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Gotha.

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