Themar: Stadtmauer, Stadtkirche und Werra-Burgen-Steig
Unterkünfte in Themar
Themar bietet eine klare Wahl zwischen kulturhistorischem Schwerpunkt und einem Aufenthalt mit Wanderbezug: Die Stadtkirche St. Bartholomäus und die erhaltenen Teile der Stadtmauer prägen das örtliche Profil; zudem wird Themar als Etappenort für Wanderer auf dem Werra-Burgen-Steig genannt.
Aerial view of the city wall of Themar
Foto: Reinhold Möller (Ermell) via Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0
Kirche, Stadtmauer und mittelalterliche Kapelle
Die spätgotische Stadtkirche St. Bartholomäus in Themar wurde 1502 vollendet. Zu ihrer Ausstattung gehört ein Marienaltar von 1510, der dem Bamberger Bildschnitzer Hans Nußbaum zugeschrieben wird. Die Jahreszahlen stehen für unterschiedliche historische Aspekte: Die eine bezeichnet die Vollendung des Kirchenbaus, die andere die Datierung des Altars. So lassen sich Baugeschichte und Ausstattung als eigene, zugleich miteinander verbundene Themen betrachten.
Auch die ehemalige Stadtbefestigung gehört zum prägenden historischen Bild Themars: Große Teile der Stadtmauer einschließlich sieben Wehrtürmen sind erhalten. Damit steht neben dem Kirchenraum ein zweiter, ganz anders erfahrbarer Aspekt der Stadtgeschichte. Die Mauer und ihre Türme machen die Befestigung selbst zum Thema; sie sind nicht bloß ein weiteres Detail der kirchlichen Baugeschichte.
Im näheren Umfeld von Themar liegt die Ottilienkapelle, auch „Steinerne Kirche“ genannt. Sie wurde im 13. Jahrhundert erbaut und ist der Heiligen Ottilie gewidmet. Der Beiname und die Widmung gehören zu ihrer eigenen Geschichte; die Kapelle ergänzt damit die Themenwahl um einen mittelalterlichen Ort sakraler Verehrung. Wer sich für historische Bauwerke interessiert, kann so zwischen der spätgotischen Stadtkirche in Themar und der Kapelle bei Themar unterscheiden.
Themar und der Werra-Burgen-Steig
Der Werra-Burgen-Steig ist ein mit Themar verbundener Wanderweg. Themar wird als Etappenort für Wanderer auf diesem Weg genannt. Das ist ein konkreter Anknüpfungspunkt, wenn Sie Kulturgeschichte und Wandern in Ihrer Reiseplanung nebeneinanderstellen möchten. Der Schwerpunkt unterscheidet sich dabei von einer reinen Besichtigung der Stadt: Im einen Fall stehen Kirche, Altar und Stadtmauer im Vordergrund, im anderen die Rolle Themars für Wanderer auf dem Steig.
Für die Wahl eines Hotels in Themar hilft diese Unterscheidung, die eigenen Interessen zu ordnen, ohne beide Themen zu einem festen Programm zu verbinden. Möchten Sie vor allem das historische Ortsbild in den Mittelpunkt stellen, bieten die Bauwerke dafür konkrete Anhaltspunkte. Ist der Wanderbezug für Ihre Reise ausschlaggebend, ist die Nennung Themars als Etappenort die passende Orientierung.
Ein größerer Blick auf den Landkreis Hildburghausen
Wer über Themar hinaus den Landkreis Hildburghausen in die Reiseauswahl einbezieht, erhält eine weiter gefasste Natur- und Kulturperspektive. Der Landkreis ist ein bedeutender Teil der Erholungsregion Thüringer Wald. Zu ihm gehört ein geschlossenes Waldgebiet im Naturpark Thüringer Wald; auch das Biosphärenreservat Vessertal prägt den Landkreis. Diese Landschaftsthemen bilden einen anderen Schwerpunkt als die historischen Bauwerke, die Themar selbst kennzeichnen.
Zu den kulturellen Themen im Landkreis zählt das Hennebergische Museum Kloster Veßra. Das Freilichtmuseum umfasst sechs Hektar und widmet sich in vier Themenbereichen der Klostergeschichte, der Fachwerkarchitektur, der Alltagsgeschichte des Henneberger Landes sowie Landwirtschaftstechnik und Nachhaltigkeit. Diese Bandbreite stellt Bauformen und regionale Alltagsgeschichte neben die Entwicklung landwirtschaftlicher Technik.
Eine andere historische Perspektive bietet das Deutsche Burgenmuseum auf der Veste Heldburg: Es zeigt Geschichte und Kultur der Burgen in Europa vom Mittelalter bis in die Gegenwart. Die Dauerausstellung ist als Rundgang durch die gesamte Veste angelegt. Dabei geht es auch darum, wie sich der Burgenbau von Epoche zu Epoche verändert hat. Im erhaltenen Schlossgarten in Hildburghausen lässt sich wiederum ein Wandel der Gartenkunst an zwei Daten nachvollziehen: Um 1700 als Barockgarten angelegt, wurde er um 1780 in einen Landschaftspark umgewandelt.
Auch die Hutelandschaft Rodachaue setzt einen eigenen Akzent im Landkreis Hildburghausen. Vom Dach des Beobachtungsstandes eröffnet sich ein Panoramablick über die Wiesen der Rodachaue. Konikpferde und Heckrinder tragen dort zu einer naturnahen Landschaftsentwicklung bei. Damit stehen in der größeren Landkreis-Perspektive neben Bau- und Kulturgeschichte auch Landschaft und ihre Entwicklung im Mittelpunkt.
Weitere Reiseziele entdecken: Langenbach, Ehrenberg, Schleusingen, Heubach, Nahetal-Waldau, Biberschlag, Reurieth, Sachsenbrunn.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Hildburghausen-Suhl.