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Winterurlaub in Gera

Ein Winteraufenthalt in Gera lässt sich gut zwischen Innenstadt, Kultur und ruhigen Wegen aufteilen. Wer den Weihnachtsmarkt besuchen möchte, kann schon jetzt mit den bestätigten Terminen für 2026 planen: Der Geraer Märchenmarkt findet vom 26. November bis 23. Dezember statt. Am Eröffnungstag, Donnerstag, 26. November, öffnen die Stände ab 11 Uhr; die neuen Märchenfiguren werden ab 15.30 Uhr vorgestellt, die Eröffnungsshow beginnt um 17 Uhr. Für einen Besuch mit Kindern bietet sich der frühe Nachmittag an, wenn die Figuren noch bei Tageslicht zu sehen sind; wer vor allem die Beleuchtung erleben möchte, bleibt bis zum Abend. Termine und Programmdetails des Märchenmarkts 2026 stehen bei der Stadt Gera. Für spätere Besuchstage sollte man das dort veröffentlichte Programm erneut prüfen.

Winterurlaub in Gera Besonders Kinder lieben den Schnee im Winterurlaub Foto: Saskia Epler

Vom Stadtmuseum bis zum Marktplatz

Der Markt zieht sich vom Stadtmuseum durch die Fußgängerzone über Bachgasse und Johannisgasse bis zum Marktplatz. So lässt sich der Bummel mit einem Rundgang durch die zentrale Altstadt verbinden. Die lebensgroßen Figuren aus Märchen der Brüder Grimm geben dem Markt seinen eigenen Charakter; an den Stationen können Familien die dargestellten Geschichten entdecken. Auf dem Marktplatz bilden Bühne und Rathaus einen natürlichen Treffpunkt. Bei winterlichem Wetter lohnt es sich, den Weg nicht zu knapp zu planen: Ein längerer Aufenthalt im Freien wird angenehmer, wenn warme Kleidung, trockene Schuhe und eine Pause in einem Café oder Restaurant eingeplant sind. Der Marktbesuch lässt sich außerdem gut auf mehrere kurze Etappen verteilen, statt den gesamten Weg zügig abzulaufen.

Geschichte unter und über der Erde

Abseits des Markttrubels bietet die Innenstadt zwei sehr unterschiedliche Einblicke in Geras Geschichte. Das Stadtmuseum befindet sich in einem barocken Gebäude, das zwischen 1724 und 1738 als Zucht- und Waisenhaus errichtet wurde. Seine Ausstellung führt durch die Stadtgeschichte von den frühen Siedlungsspuren bis ins 21. Jahrhundert. Der Rundgang durch vier Etagen eignet sich besonders für einen kalten oder nassen Tag; für den Museumsbesuch sollte man mehrere Stunden einplanen, wenn auch eine Sonderausstellung auf dem Programm steht. Das Museum nennt reguläre Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag sowie an Feiertagen, jeweils 11 bis 17 Uhr; montags bleibt es geschlossen. Vor der Anreise empfiehlt sich ein Blick auf die aktuellen Hinweise des Museums, etwa bei Feiertagen oder besonderen Veranstaltungen.

Die Geraer Höhler liegen dagegen unter der Altstadt. Die unterirdischen Gänge erzählen von Geras Brauwesen, dem Höhlerbau und der späteren Nutzung. Sie sind kein frei zugänglicher Durchgang: Eine Besichtigung erfolgt im Rahmen einer Führung. Öffentliche Führungen sind laut Stadt donnerstags und freitags um 11.30 Uhr sowie samstags und sonntags um 14 Uhr angesetzt und dauern etwa 45 Minuten. Die Plätze sind begrenzt; eine telefonische Voranmeldung über das Museum für Naturkunde wird erbeten. Wer den Besuch mit Kindern oder einer Gruppe plant, sollte die Teilnahmebedingungen und verfügbaren Angebote vorher abklären. Unter Tage können Temperatur und Bodenverhältnisse anders sein als draußen, daher sind festes Schuhwerk und eine warme zusätzliche Schicht sinnvoll.

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Den Wintertag entspannt gestalten

Zwischen Markt, Museum und Höhlern bleibt Raum für einen Spaziergang durch die Straßen der Innenstadt und eine Einkehr. Kirchen, historische Fassaden und Plätze lassen sich auch ohne dichtes Programm erkunden. Bei Regen oder frühem Einbruch der Dunkelheit kann ein Museumsbesuch den Tag strukturieren; bei trockenem Wetter bietet sich der Weg durch die Fußgängerzone an. Nicht jede Einrichtung hat täglich geöffnet, und Führungen finden zu festen Zeiten statt. Wer mehrere Ziele kombinieren möchte, prüft deshalb zuerst die jeweilige Besuchszeit und plant die Wege danach.

Für eine Übernachtung mitten in der Stadt kommen zum Beispiel Hotels in Gera infrage. Wer lieber außerhalb wohnt und einen ländlicheren Ausgangspunkt sucht, kann auch ein Ferienhaus in Tautenhain in Betracht ziehen; für den Marktbesuch ist dann zusätzliche Fahrzeit nach Gera einzuplanen. So lässt sich entscheiden, ob kurze Wege in der Stadt oder mehr Ruhe außerhalb wichtiger sind.

Saskia Epler